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02.08.12

Bronze für Judith Wagner bei der Europameisterschaft

Nach den vorausgegangenen guten Platzierungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben und ihrem vierten Platz bei der EM im vergangenen Jahr, durfte man Judith auch in diesem Jahr wieder zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter rechnen. Allerdings fehlte der Vergleich zu den Spezialistinnen aus Russland und der Ukraine und als dann auch noch die Polen und Slowaken mit ihren Top-Winterbiathletinnen auftauchten, machten sich leichte Zweifel breit, ob sie sich als eine der wenigen Amateurinnen gegen diese Profis behaupten könnte.
Mit der Auslosung hatte sie allerdings Glück, denn alle Favoritinnen mussten vor ihr starten und mit Startnummer 24 ging Judith erst als Drittletzte ins Rennen. Im Liegendschießen ließ sie nur eine Scheibe stehen und als sie aus der Strafrunde kam, lag sie im Zwischenklassement auf Platz 4. Als beim Stehendschießen wieder nur eine Scheibe stehen blieb und ihr Trainer ihr beim Auslauf aus dem Schießstand signalisierte, dass sie auf Position 3 lag, war klar, dass es zu einem Topergebnis reichen musste. Angetrieben von ihren Mannschaftskameraden, Betreuern und Fans flog sie förmlich über die letzten 1000m und im Ziel zeigte die Anzeigetafel dann tatsächlich Platz 3. Die Goldmedaille ging an Svitlana Krykonchuk aus der Ukraine, die fehlerfrei geblieben war. 14 Sekunden dahinter holte sich Anastasiya Kuzmina (Slowakei), die sich wie die Starzacherin zwei Fehler geleistet hatte, die Silbermedaille. Weitere 14 Sekunden dahinter folgte Judith auf Rang drei.

In der Verfolgung am nächsten Tag vergab sie allerdings ihre gute Ausgangsposition bereits bei der ersten Schießeinlage. Mit insgesamt zehn Schießfehlern landete sie auf dem zehnten Platz. Allerdings hielt sich ihre Enttäuschung in Grenzen: 'Lieber eine Bronzemedaille und ein zehnter Platz, als zweimal Vierte' lautete ihr Kommentar nach dem Zieleinlauf.

Eine Medaille lag dann auch in der Mixed-Staffel, zu der neben Judith auch ihr Starzacher Teamkollege Michael Herr gehörten, im Bereich des Möglichen. Auch hier zeigte sie als Startläuferin eine fehlerfreie Leistung und übergab, trotz heftigen Sturzes nach dem Liegendschießen, an Platz zwei liegend an ihre Mannschaftskollegin Grit Otto. Auch diese blieb fehlerfrei und als sie den ersten Herrn ins Rennen schickte, hatte sich hinter den Staffeln aus Russland und der Ukraine zwischen den Teams der Slowakei, Tschechien und Deutschland ein Dreikampf um Platz drei entwickelt . Allerdings mussten dann der Starzacher Herr und auch Schlussläufer Hendrik Redeker insgesamt sieben mal in die Strafrunde und so blieb für die deutsche Staffel am Ende nur Platz fünf.

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