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03.06.19

Wetterkapriolen in Obermachtal

Tommy entschied sich kurzfristig für den Start auf der Mitteldistanz. Im Gegensatz zu seinem Saisondebüt am vergangenen Wochenende wollte er dieses Mal von Beginn etwas kontrollierter fahren, um mit zunehmender Renndauer das Tempo konstant halten zu können. „Auf der enorm schnellen Strecke ließ ich mich dennoch anfangs mitreißen über die Schotterwege zu heizen. Recht schnell habe ich mich dann aber an meine Renntaktik gehalten und schaltete einen Gang zurück. Ab der Rennhälfte konnte ich dadurch mehr und mehr Fahrer überholen. Als ich meine Gruppe vom Rennbeginn wieder erreicht hatte, brach Kilometer um Kilometer einer nach dem anderen weg. Hinab ins Wolfstal konnte ich sogar noch meinen letzten Begleiter abschütteln. Ich bin super zufrieden mit der erfolgreichen Umsetzung meiner Strategie und vor allem, dass ich trotz des heftigen Gewitters gesund und munter ins Ziel gekommen bin. Auf das kommende Wochenende im Vinschgau freue ich mich wie Bolle.“ ergänzte Tommy mit Blick auf den Ortler Bike Marathon in Südtirol als seinen nächsten Renneinsatz in den Teamfarben.

Steffi musste die vergangenen zwei Rennen leider erkältungsbedingt auslassen. Trotz mangelnder Wettkampfbelastung entschied sich Steffi für einen Start über die Langdistanz. „Da in den kommenden Wochen längere Rennen auf dem Programm stehen wollte ich einfach mal in meinen Körper hinein hören und schauen ob meine Form noch da ist.“ Mit einem starken dritten Rang, konnte sich Steffi diese Frage sehr positiv beantworten. „Ich bin super glücklich mit meiner Leistung. Die ersten 30km fielen mir etwas schwer. Das heftige Gewitter zur Rennhälfte mit anschließendem Dauerregen hat offensichtlich die in mir ruhenden Kräfte geweckt und ich fand plötzlich einen besseren Tritt. Trotz kleinerer Muskelkrämpfe und einem Platten kurz vor dem Ziel war es ein schönes – und vor allem landschaftlich – tolles Rennen bei dem selbst der Spaß nicht zu kurz kam.“

Mit dem Startschuss fand Dirk schnell gut in das Rennen und konnte einen guten Rhythmus fahren ohne dabei auf der schnell zu fahrenden Südschleife zu überziehen. Hier schaffte er es sogar auf eine vordere Gruppe aufzufahren. „Mitte der ersten Nordschleife fielen die Temperaturen mit dem Gewitter schlagartig. Zum Glück hatte ich eine Windjacke dabei, die mich vor den einstelligen Temperaturen etwas schützte. Meine Gruppe löste sich nach und nach auf und ich fuhr weiterhin mein gleichmäßiges Tempo. Gegen Ende fiel mir das Schalten und die Kontrolle der Bremsen aufgrund der Kälte immer schwerer. Teilweise konnte ich die Schaltvorgänge nur noch mit den Handballen einleiten.“ Nach diesem kurzen Fazit begann für Dirk das Rennen nach dem Rennen, um mit einer warmen Dusche das unkontrollierte Zittern am ganzen Körper wieder in den Griff zu bekommen. „Ein eigentlich nicht besonders schwerer Marathon wurde heute durch die äußeren Bedingungen ziemlich anspruchsvoll. Trotzdem hat es irgendwie Spaß gemacht.“


Die Ergebnisse im Überblick:
Betz, Steffi | 3.Platz | 3:26h
Brutsche, Dirk | 9.Platz | 2:56h
Neher, Thomas | 35.Platz | 2:18h

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